Gründungsgeschichte

Die Stiftung Lebenshilfe Duisburg ist eine junge Stiftung. Im Jahr 2007 habe ich sie ins Leben gerufen, als ein Freund von mir meiner Tochter sein Vermögen vererben wollte. Sie hat eine geistige Behinderung, und er war ihr sehr zugetan. Bei Gesprächen über sein Vorhaben konnte ich ihm vermitteln, dass der sinnvollste Weg für den Einsatz des Geldes und die Erhaltung seines Vermögens, die Zuführung in eine Stiftung sei und er das Geld der Lebenshilfe Vererben solle.

Als sein von ihm bestimmter Testamentsvollstrecker habe ich nach seinem Tode entsprechend gehandelt.

Die Stiftung wurde also gegründet, um für alle Menschen mit und ohne Behinderung hier in Duisburg wirkungsvoll etwas zu bewegen. Sie wurde gegründet, damit Hilfe ohne viel Bürokratie dorthin gelangen kann, wo sie gebraucht wird. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig das ist.

Wir engagieren uns dafür, dass Menschen mit Behinderung ihre Persönlichkeit und ihre Fähigkeiten entfalten und in größtmöglicher Gemeinsamkeit mit allen Menschen leben können. So ist es uns ein wesentliches Anliegen, ihnen die Selbstverwirklichung in sozialer Integration zu ermöglichen.

Das heißt ganz konkret: Jeder soll zu jeder Zeit dorthin gelangen, wohin er möchte: zur Arbeit, ins Kino, ins Konzert, in die U-Bahn, ins Einkaufszentrum. Dabei geht es mir nicht nur um Barrierefreiheit im Sinne von abgesenkten Bordsteinen und lesbaren Internetseiten, sondern auch um die Barrieren in den Köpfen. Viele scheuen den Kontakt zu Menschen mit Behinderung, weil sie in ihrem eigenen Verhalten unsicher sind. Einige der Menschen mit Behinderung wiederum meiden den "normalen Alltag“, weil sie Angst haben vor den Blicken und vor Verständnislosigkeit. Daran muss sich etwas ändern.

Menschen mit und ohne Behinderung haben gleiche Ziele und gleiche Träume. Ein Leben mit Arbeit, Familie und Freunden. Helfen sie mit, diese Normalität Wirklichkeit werden zu lassen.

Als Zustifter oder als Spender, jede Form der Hilfe ist wichtig. Jede Hilfe macht Leben leichter und hilft Träume zu verwikrlichen. Und Ihr Geld kommt genau dort an. wo es gebraucht wird. Dafür stehe ich persönlich ein.

Ihr

Bernd Steingräber

(ehemaliger Stiftungsvorstand und Stiftungsgründer)