Texte

Yvonne

Yvonne

Meinen Namen schreibe ich alleine. Ich finde eigentlich alles interessant.


Inklusiver Textworkshop 2016/2017

Ich sammle im Sommer Sonnenstrahlen, Farben und Stimmungen für den Winter. Verpacke sie in Worte, erfinde Worte und verstaue sie in meinem Koffer.

Wenn es draußen kalt, dunkel und nass wird, hole ich meinen Koffer hervor.

 

Es steckt so viel ansteckende Fröhlichkeit in den Worten und Silben, Blicken, Mimik und Gebärden und die überschäumende Freude spiegelt sich in den Gesichtern gegenüber und den glitzernden Staubflocken vorm Fenster. Sonnenstaub im Regenmantel. Wärmende Kälte und in sich kreisenden Kreise. Wassertänze der summenden Bienen locken den Eskimo. Erdbeerkuchen mit Spekulatiusmantel. Lachendes Kindergeschrei. Stracciatella im Marzipanmantel.

 

Aber…ich bin kein Poet. Was soll ich schreiben? Wie soll ich mich äußern, meine Gedanken und damit meine Zeit einfließen lassen? Und: Warum?

 

Kreisende Kreise, rollende Rollen, leichte Leichtigkeit im Sein der Welt.

 

Ich komme vorwärts! Ich habe ein Ziel! Arschloch, verpiss dich aus meinem Weg!

 

Steine, die ich überwinde. Hindernisse die keine sein sollen. Lass mich fliegen. Oder einfach nur stark sein.

 

Volle Bahn. Ich mitten drin. Eingequetscht. Zwischen stinkenden Körpern. Frei nur mein Geist. Der schwebt.

 

Ich ein Freak? Ich bin anders. Keiner ist perfekt. Auch Gott ist nicht perfekt. Ist Gott ein Freak?

 

Ich will auch Lieben. Manche verbieten mir das. Ich dürfe das nicht. Man würde blind vom Wichsen. Aber da kommt sie. Meine Liebe. Ich sehe sie.

 

Meine Eltern lassen mich nicht gehen. Ich rolle. Ich rolle in mein eigenes Leben. Ich will alles richtig machen und ich will Fehler machen. Und der Wind peitscht mir in’s Gesicht. Lässt mich das Leben spüren.