Digitale Neuigkeiten aus der Lebenshilfe Duisburg

Kitas: Medienkompetenz für die Kleinsten

Spielerisch sammeln Kinder Erfahrungen mit unterschiedlichen Medien im Kita-Alltag

Kinder haben heute immer früher Zugang zu digitalen Medien. Sie sind als Teil der Lebenswirklichkeit von Kindern und Familien und auch aus dem pädagogischen Alltag von Kitas nicht mehr wegzudenken. Der Einsatz und der Erwerb von Medienkompetenz ist bereits in der frühen Kindheit eine bedeutende Bildungsaufgabe und daher auch als Teil des Bildungsauftrags in den Bildungsgrundsätzen des Landes verankert. In den Kitas gibt es schon viele unterschiedliche Medien, die von den Kindern genutzt werden, wie z.B. Bücher, CD-Player und Tonieboxen. Es sollen noch weitere Medien folgen, zurzeit hat die Kita „Wunderland“ zwei Tablets, die in den Gruppen eingesetzt werden. Alle anderen Kitas werden ebenfalls mit Tablets ausgestattet. Der Einsatz dieser Tablets wird durch die Pädagogen in den Einrichtungen gezielt gesteuert. Durch das Lernen mit Medien wird den Kindern eine altersgemäße, spielerische und handlungsorientierte Auseinandersetzung eröffnet.

Dadurch beschäftigen sich Kinder beispielsweise mit folgenden Bereichen:

Wie nutze ich Medien?

Welche Medien gibt es?

Wofür brauche ich Sie?

Wie funktionieren Sie?

Es geht nicht um möglichst viel Technikeinsatz, denn Technik alleine macht noch keine Pädagogik. Aber wohldosiert und mit Konzept ist die Technik ein tolles Werkzeug, Ausdrucks- und Gestaltungsmittel, das zu den unterschiedlichsten Themen im pädagogischen Alltag integriert werden kann.

Alles digital macht der März: Lebenshilfe Duisburg startet einzigartiges Pionierprojekt

Diagnostik und Therapie sollen bald per Videoschaltung in Haushalte kommen

Nach dem Motto: „Es ist normal, verschiedene Wege zu gehen“ ist der Startschuss für das Digitalisierungsprojekt „Therapie 2.0 – digitale Förderung und Therapie der Lebenshilfe Duisburg“ gefallen. Mit Unterstützung der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW plant die Lebenshilfe Duisburg ihre Angebotspalette in den digitalen Bereich auszubauen und tritt damit der pandemiebedingten Situation und ihren Folgen für betroffene Kinder und Familien lösungsorientiert entgegen: Erstmals soll im Rahmen eines Pilotprojekts die Eingangsdiagnostik bei Kindern von 0-6 Jahren per Videokommunikation durchgeführt werden. Neben diesem Pilotprojekt soll aber auch der Beratungs- und Therapiebedarf zunächst im Rahmen einer Testphase auf ein zweites, digitales Standbein gestellt werden.

Klient*innen der Lebenshilfe Duisburg, die offen für diese Möglichkeit sind und bei denen eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, können so künftig auch bei Lockdowns an Therapien teilnehmen und sind nicht so isoliert, wie es bei den bisherigen coronabedingten Einschränkungen teilweise der Fall war. Bei beiden Ausgestaltungen des Projekts – Diagnostik und Therapie – werden die Klient*innen an die Hand genommen: Sie sollen mit notwendigen Endgeräten ausgestattet und im Haushalt von einer technisch versierten Fachkraft mit medizinischem Hintergrund bei der Videoschalte begleitet werden. Und wer jemanden kennt, der jemanden kennt – wir suchen für dieses bahnbrechende Projekt noch Mitwirkende: Pädiater*innen, Psycholog*innen sowie Eltern und Kinder.

Medienberichterstattung der WAZ vom 07.04.2021

Ambulant Betreutes Wohnen: Digitales Helau und Online-Ostereiersuche

Auf Abstand – aber gemeinsam

Auch das Ambulant Betreute Wohnen der Lebenshilfe Duisburg blieb von der Coronapandemie nicht verschont. So konnten die gemeinsamen Freizeitaktivitäten in den vergangenen Monaten nicht stattfi nden. Nicht nur die Klient*innen, sondern auch die Mitarbeiter* innen waren darüber sehr traurig, denn die gemeinsamen Nachmittage waren immer ein ganz besonderes Erlebnis. Egal, ob man sich zu einem gemeinsamen Spaziergang, zum Kochen oder zu einem Spieleabend getroffen hat, das Miteinander war immer schön. Gerade in dieser schwierigen Zeit, in der man Kontakte meiden soll, fehlt aber genau das – der Austausch mit Anderen. Um den Kontakt und die schönen, gemeinsamen Stunden nicht ganz zu verlieren, konnte im Dezember 2020 nach langer Planung endlich das erste, digitale Angebot stattfinden. Mit vollem Erfolg! Jeder saß in seinem eigenen Zuhause und hat die anderen Teilnehmer*innen dank moderner Technik doch gesehen. Die Bastelarbeiten der vergangenen Monate wurden stolz vor der Kamera präsentiert und Erlebnisse mit den Anderen geteilt. Aber vor allem konnte man sich gegenseitig ein Lächeln schenken. Alle waren sich einig: Das behalten wir bei! So hat nach weiteren digitalen Angeboten nun auch die Karnevalsfeier digital stattgefunden. Mit guter Laune und im Kostüm haben die Teilnehmer*innen Zuhause, aber miteinander, Karneval gefeiert. Es wurde zu Karnevalsmusik Stopptanz getanzt und Scharade gespielt. Auch das gemeinsame Workout mit anschließender Entspannung, ein gemeinsames Frühstück und das Basteln zu Ostern finden nun digital statt.