Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel im Ruhrgebiet

FOM Hochschule und Lebenshilfe Duisburg kooperieren

Duisburg. Eine Zusammenarbeit, die sowohl dem sozialen Bereich als auch der Bildungswirtschaft zu Gute kommt: Die Duisburger FOM Hochschule und die Lebenshilfe Duisburg bringen Studierende der „Sozialen Arbeit“ (B.A.) direkt in die Lebenshilfe-Einrichtungen vor Ort. Sie sammeln so zum einen praktische Erfahrungen, zum anderen lernen sie mit der Lebenshilfe einen wichtigen potenziellen Arbeitgeber aus der Region kennen. Auch der regelmäßige Austausch zu Bildungsthemen und sozialen Entwicklungen zwischen den Partnern ist ein Bestandteil der Kooperation.

Die Lebenshilfe und die FOM möchten mit dieser Zusammenarbeit dem Fachkräftemangel aktiv begegnen und die Mitarbeitenden und Studierenden durch den ständigen Austausch fördern und qualifizieren. „Unsere aktuelle Kampagne „Fachkraft für Lebensfreude gesucht“ zeigt, dass wir permanent fachlichen Nachwuchs suchen“, beschreibt Heike Schriever, kaufmännische Leiterin der Lebenshilfe, die Situation bei der Vertragsunterzeichnung und ergänzt: „Studierende bekommen nicht nur einen Einblick in unsere vielen unterschiedlichen Bereiche, sie können sich auch schon einen Namen machen mit Hinblick auf ein späteres Berufsverhältnis.“ Auch Sandra Seidler, Geschäftsleiterin der Duisburger FOM, ist begeistert und sieht viele Vorteile in dieser Kooperation: „Es ist eine echte Win-Win-Situation für beide Seiten!“ Für den Bachelor-Abschluss als staatlich anerkannte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter müssen die Studierenden 100 Praxistage absolvieren – hier wird die Lebenshilfe eine mögliche Ausbildungsstation sein. Außerdem werden Mitarbeitende der Lebenshilfe zukünftig Gastvorträge an der FOM halten und FachexpertInnen der FOM werden Mitarbeitende der Lebenshilfe über aktuelle Entwicklungen informieren.

Das erste Gesicht der Kooperation
Einer der beliebtesten Bachelor-Studiengänge der Duisburger ist derzeit „Soziale Arbeit“ (B.A.) und hier gibt es bereits eine erste Erfolgsgeschichte zu erzählen: Seit diesem März ist die 32-jährige Melanie Franzen das erste Gesicht der Kooperation zwischen der FOM Hochschule und der Lebenshilfe Duisburg. Die gelernte Kauffrau für Büromanagement beschloss im letzten Jahr, sich beruflich weiter zu entwickeln: „Soziale Arbeit zu studieren, war schon immer mein Traum. Die bisherigen Erfahrungen in meinem Berufsleben haben mir klar vor Augen geführt, dass ich etwas Sinnvolles für und mit Menschen tun möchte. Genau deswegen habe ich mich explizit für das Duale Studium an der FOM mit der Lebenshilfe Duisburg als Praxispartner entschieden – hierbei erlerne ich das Fachwissen und kann es in der Praxis sofort anwenden.“
Die Praxisphase umfasst die verschiedenen Einrichtungen der Lebenshilfe Duisburg, damit die Studierenden einen weitreichenden Einblick erhalten. „Aktuell bin ich in der Beratungsstelle und im betreuten Wohnen bei der Lebenshilfe in Duisburg tätig. Hier profitiere ich davon, dass ich in zwei Bereichen gleichzeitig Einblicke erhalte. Sowohl als erste Anlaufstelle für Klientinnen und Klienten Ansprechpartnerin zu sein, als auch direkt mit ihnen arbeiten zu können“, beschreibt die Duisburgerin ihren derzeitigen Einsatz. Anschließend erwarten die Studentin praktische Erfahrungen bei der Lebenshilfe ServicePlus Duisburg, die für die Freizeitgestaltung und die Kita- sowie Schulinklusion zuständig ist. Im zweiten Studienjahr bekommt Melanie Franzen die Möglichkeit, die sechs integrativen Kitas der Lebenshilfe kennenzulernen, im dritten Jahr hat sie die Wahl zwischen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe oder dem Beratungs- und Therapiebereich. Die Studieninhalte lassen sich dabei in der praktischen Anwendung direkt vertiefen. Und das Lernen falle leichter, da man selbst praktische Beispiele aus dem eigenen Arbeitsalltag heranziehen kann.

Prof. Dr. Peter Kürble, wissenschaftlicher Gesamtstudienleiter der FOM in Duisburg: „Wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung und sind natürlich auch weiterhin offen für neue Kooperationen mit Unternehmen, um dem Fachkräftemangel der Region mit qualifizierten Fach- und Führungskräften entgegenzuwirken.“

Kontakt

Svenja Lange-Wilde (Projektentwicklung)
Tel.: 0203 280 999 51
Mail: s.lange-wilde@lebenshilfe-duisburg.de

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